Wohin in Tschechien

Karlštejn

Karlštejn ist eine mittelalterliche Burg, die sich im Bezirk Beroun, ungefähr 30 km südwestlich von Prag, in der Mitte des Landschaftsschutzgebiets Český kras (Böhmischer Karst) befindet. Die Burg wurde gegen das Jahr 1348 als der private, repräsentative Sitz des römischen Kaisers und böhmischen Königs Karl IV. gegründet.  Erst im Laufe der Zeit, nach Karls kaiserlicher Krönung in Rom im Jahre 1355, änderte der Kaiser den Zweck der Burg zum Schatzkammer der Reichskleinodien und einer Reihe von Reliquien. Die böhmischen Krönungskleinodien wurden auf die Burg erst Anfang zwanziger Jahre des 15. Jahrhunderts gebracht. In der Gegenwart ist die Burg ein bedeutendes nationales Kulturdenkmal und eine der meist besuchten Burgen in Tschechien.

Český Krumlov

Český Krumlov ist eine Stadt in der Jihočeský Region, 22 km südwestlich von České Budějovice, die sich unter dem Kamm von Blanský Wald erstreckt und die der Fluss Moldau durchfließt. Es handelt sich um ein touristisches und kulturelles Zentrum Südböhmens. In der Vergangenheit war Český Krumlov die Siedlungsstadt mehrerer mächtiger böhmischer Geschlechter – Witigonen, Herren aus Krumlov, Rosenbergs, Eggenbergs und Schwarzenbergs, die sich gezielt um ihren Aufbau und um die repräsentative Prägung kümmerten. Český Krumlov war zugleich das Hauptverwaltungszentrum von Rosenbergs Dominium und bis zum Jahr 1918 auch von Krumlovské Herzogtum und von Schwarzenbergs Dominium. Das mittelalterliche Stadtzentrum, die die Mäander der Moldau umgeben, ist seit dem Jahr 1963 ein städtisches Schutzgebiet und im Jahre 1992 wurde es auf die UNESCO Liste des Welterbes aufgenommen. Im Jahre 2003 wurde die Vorstadt Plešivec (südlich vom historischen Kern) zum städtischen Schutzgebiet erklärt. Český Krumlov ist Schauplatz mehrerer Filme und im Verlauf des ganzen Jahres Gastgeber einer Reihe von Kulturveranstaltungen und Festivals – Slavnosti pětilisté růže, MHF Český Krumlov, Rallye Český Krumlov. Heutzutage ist in Český Krumlov ein Schloss zu besuchen, und zwar in zahlreichen Besichtigungskreisen. Mehrere Informationen und die Eintrittskarten finden Sie hier.

Lednice

Das Staatschloss Lednice ist seit dem Jahre 1945 im Staatsbesitz, es wird im Rahmen des Kulturministeriums der Tschechischen Republik durch das Nationale Denkmalinstitut Prag, die spezielle, territoriale Dienststelle in Kroměříž verwaltet. Das Schloss gehört zu den meistbesuchten Denkmälern in der Tschechischen Republik. Der neugotische Umbau im 19. Jahrhundert machte es zum romantischen Sitz, der durch einen der größten europäischen Parks (fast 200 ha) umgeben wird. In diesem Park findet der Besucher ein Palmengewächshaus, einen römischen Aquädukt, venezianischen Brunnen, eine chinesische Pavillon, ein Minarett und die künstliche Ruine Janův hrad. Die ganze Kulturlandschaft Lednice – Valtice wurde dank einer unikalen Verbindung der Baudenkmäler mit der umliegenden, vom Menschen geformten Natur im Jahre 1996 auf die UNESCO Liste des Welterbes aufgenommen. Mehrere Informationen einschließlich der Eintrittskarten finden Sie hier.

Litomyšl

Litomyšl ist eine Stadt, die im wirklichen Osten Böhmens, in der Pardubický Region liegt. Zu den wichtigsten Reizen dieser Stadt gehört vor allem das Renaissanceschloss, das im Jahre 1999 auf die Liste der Weltkultur- und Naturerbestätten der UNESCO aufgenommen wurde. Seine Fassaden und Giebel werden mit einer einzigartigen Sgraffitoverzierung geschmückt und es gehört zu den schönsten Renaissancebauten Mitteleuropas. Die Besichtigungskreise führen Sie in die stillvoll eingerichteten Innenräume, in das Barocktheater des Schlosses mit einer erhaltenen Reihe von Kulissen und in die geheimnisvollen Untergrundkorridore. Für Familien mit Kindern ist der Besuch eines Turms voller Gespenster bestimmt. Jedoch sehenswert sind auch das historische Zentrum, die Häuser um den Smetanas Platz mit dem Haus U Rytířů, großzügig rekonstruierte Klostergärten und das Museum Portmoneum.

Kutná Hora

Die Stadt, die in der Středočeský Region liegt, wurde im Mittelalter als die Silberkasse des Böhmischen Königreichs bezeichnet. Im Jahre 1995 wurde sie auf die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Sie finden hier weder eine Burg noch ein Schloss, aber das malerische historische Zentrum wird es Ihnen völlig ersetzen. Das Wahrzeichen von Kutná Hora ist eine Kirche, die der Schutzheiligen der Bergmänner, der Heiligen Barbora, gewidmet wurde. Der erste Bauer des großzügig entworfenen Baus mit einem reichen System der Stützpfeiler und einer mannigfaltigen bildhauerischen Verzierung war jemand aus der Familie Parler, die Kirche wurde jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts zu Ende gebracht. Die innere Verzierung ist meistens spätgotisch. Unserer Aufmerksamkeit wert ist der Kranz von Kapellen hinter dem Hauptaltar und die Buntglasfenster mit Themen von der böhmischen Geschichte und von der Geschichte der Stadt Kutná Hora.